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Apple iPhone

Das iPhone ist ein von Apple entwickeltes Smartphone, das nur über drei herkömmliche Tasten und einen Regler verfügt und ansonsten ausschließlich über ein Display mit Multi-Touch-Funktion bedient wird. Der Verkaufsstart in den USA war am 29. Juni 2007. Das Handy wird dort ausschließlich in Kooperation mit dem amerikanischen Mobilfunkkonzern AT&T Wireless angeboten.[2] Das Gerät vereint Funktionen eines iPod-Video-Medienspielers mit denen eines Mobiltelefons mit Digitalkamera und Internetzugang. In Europa wird das Gerät ab dem 9. November 2007 zuerst in Deutschland und Großbritannien, später auch in Frankreich angeboten.

Im September 2005 stellte Apple das Motorola ROKR E1 vor, das als erstes Mobiltelefon mit iTunes synchronisiert werden konnte. Gleichzeitig wurde ein entsprechendes Update des Programmes zur Verfügung gestellt, um den Austausch von Audio-Dateien zu ermöglichen. Offenbar waren die Apple-Designer bis 2005 mit der Entwicklung der iPod-Linie ausgelastet gewesen, so dass keine Kapazitäten für ein neues Produkt übrig blieben und eine strategische Partnerschaft mit Motorola eingegangen werden musste. Schon kurz darauf sickerte jedoch durch, dass Steve Jobs mit dem ROKR unzufrieden sei, weil es als Fremdprodukt nicht in die Designlinie der Apple-Produktpalette passte. Diese Einschätzung wurde im September 2006 von Apple durch den Entzug der ROKR-Unterstützung bei iTunes bestätigt. Stattdessen wurde ein weiteres iTunes-Update mit Unterstützung für ein noch unbekanntes Mobiltelefon veröffentlicht, das offensichtlich nicht nur Audio-, sondern auch Video- und Bilddateien wiedergeben können sollte. Dies führte in verschiedenen Medien zu weitreichenden Spekulationen über ein zu erwartendes Apple-Mobiltelefon, die bis zum Jahresende 2006 immer konkreter wurden. Vor der offiziellen Vorstellung mahnte Apple jedoch Blogger ab, die bereits über ein iPhone berichtet hatten.[3] Am 9. Januar 2007 wurde der Öffentlichkeit dann ein erster Prototyp dieses Geräts auf der Macworld Conference & Expo in San Francisco vorgestellt.

Nach Angaben des CEO von Apple, Steve Jobs, wurden während der Entwicklung des iPhones über 200 Patente angemeldet. Welche dieser Patentanmeldungen (wobei im amerikanischen Sprachbereich auch Geschmacksmuster als [design] patents bezeichnet werden) auch zu Schutzrechten, insbesondere im europäischen Raum führen, unterliegt den jeweils maßgeblichen Prüfungsverfahren für diese Anmeldungen und dem vorhandenen Stand der Technik. Dem Europäischen Patentamt liegt zumindest eine Patentanmeldung vor.[4]

Apple kündigte Anfang Juni 2007 durch die Ausstrahlung eines TV-Werbespots die Markteinführung in den USA für den 29. Juni an. Diese erfolgte exklusiv durch rund 200 Apple-Stores und etwa 1800 Verkaufsstellen des Netzbetreibers AT&T Wireless (ehemals Cingular Wireless). Die mit 4 Gigabyte-Speicher ausgestatteten Geräte wurden für 499, die 8-GB-Versionen für 599 US-Dollar angeboten. Laut dem Apple-Bericht für das dritte Quartal des Wirtschaftsjahres

wurden innerhalb der ersten zwei Verkaufstage rund 270.000 iPhones inklusive Zubehör abgesetzt.[6] Nach Einschätzungen von Analysten im August 2007 kann Apple im 3. Jahresquartal mit rund 800.000 weiteren verkauften Geräten rechnen, was insgesamt die Apple-Zielvorgabe von einer Million seit Verkaufsstart bis Ende September leicht übertreffen würde.Am 5. September 2007 verkündete Steve Jobs eine drastische Preissenkung: Die 8-GB-Version kostet ab sofort nur 399 US-Dollar, die 4-GB-Version wird nicht mehr angeboten. Verärgerten Erstkunden bot Jobs tags darauf auf der Apple-Webseite einen Gutschein über 100 US-Dollar an. Wer das 8-GB-Gerät innerhalb der zehn Tage vor Ankündigung der Preissenkung gekauft hatte, bekomme die volle Differenz von 200 US-Dollar erstattet.

In Europa wird das Gerät ab dem 9.November 2007 erhältlich sein. Zu diesem Zeitpunkt beginnt der Vertrieb in Deutschland exklusiv über T-Mobile zum Preis von 399 Euro, gekoppelt mit einem Zwei-Jahres-Vertrag, dessen Konditionen noch bekanntgegeben werden sollen. Im Gegenzug beteiligt T-Mobile Apple an den monatlichen Umsätzen.Ebenfalls ab 9. November wird das iPhone in Großbritannien exklusiv über das Mobilfunk-Unternehmen O2 und das Vertriebsnetz von Carphone Warehouse erhältlich sein. Der Kauf ist für 269 britische Pfund (rund 387 Euro) nur mit einer Vertragsbindung an O2 möglich In Frankreich ist der Verkaufsbeginn an einem noch nicht bekanntgegebenen Tag „vor Weihnachten“ 2007 vorgesehen. Hier wird die France-Télécom-Tochter Orange den Alleinvertrieb bekommen.[10] Die Markteinführung in Asien und Australien beginnt 2008.

Die Federführung der Produktion des Bildschirms übernimmt das deutsche SDAX-Unternehmen Balda. Die Produktion selbst erfolgt unter anderem durch den Bildschirm-Hersteller TPK in der chinesischen Sonderwirtschaftszone Xiamen. Balda ist zu 50 % Anteilseigner von TPK. Die Fertigungsmaschine, mit der die neuartigen Tastschirme für das iPhone von Apple produziert und mit der auch sonstige Oberflächen von Kunststoffteilen für Mobiltelefone und tragbare Spielekonsolen veredelt werden können, wurde von Balda in Kooperation mit dem TecDAX-notierten Maschinenbauer Singulus entwickelt. Als weiterer Touchscreen-Lieferant wird der japanische Elektronikkonzern Sharp vermutet, der dies, ähnlich wie Balda, bisher jedoch nicht offiziell bestätigt hat.[14] Kurz vor der Markteinführung Ende Juni 2007 wurde berichtet, dass die Balda-Order erhöht worden sei, weil es bei Sharp Lieferverzögerungen bei den Tastbildschirmen gebe. Balda denke deshalb über den Bau eines zweiten Werkes in Xiamen nach.

Der im iPhone verbaute NAND-Flash-Speicher stammt von den Firmen Hynix, Intel, Micron, Samsung Electronics und Toshiba, mit denen Apple eine Übereinkunft bis 2010 vereinbart hat. Die Hardware-Stücklisten- und Fertigungskosten des iPhones liegen Apple-Analysten zufolge bei 265,83 US-Dollar für das 8 GB-Modell und somit bei etwa 67 % des Verkaufspreises. Die Fertigungskosten des Tastschirms sollen laut iSuppli bei rund 27 US-Dollar liegen.

Bereits 1996 brachte die Firma Infogear Technology ein Tischtelefon mit E-Mail-Client unter dem Namen iPhone heraus und ließ dies markenrechtlich schützen.[18] Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 von Cisco Systems aufgekauft; damit ging auch das Markenrecht an „iPhone“ in den USA auf Cisco über. Im Dezember 2006 gab dann Ciscos Tochterfirma Linksys die Markteinführung einer Produktfamilie von VoIP-Telefonen unter der Bezeichnung iPhone bekannt.[19] Am 9. Januar 2007 teilte Cisco Systems mit, dass man sich mit Apple in Verhandlungen bezüglich der Markenrechte befinde und dass eine baldige Einigung zu erwarten sei. Nach einer Markenrechtsklage Ciscos gegen Apple vom 10. Januar 2007] erzielten Cisco und Apple am 22. Februar 2007 nach außergerichtlichen Verhandlungen eine Einigung, die vorsieht, dass beide Unternehmen den Markennamen weltweit nutzen dürfen.[21] Im Gegenzug wird geprüft, ob eine Interoperabilität beider Firmen in den Bereichen Sicherheit sowie Kommunikation für Verbraucher und Geschäftskunden möglich ist.

Neben Cisco Systems hat auch das kanadische Unternehmen Comwave Telecom aus Toronto die Markenrechte am iPhone für sich beansprucht. Comwave Telecom vertreibt seit 2004 einen VoIP-Dienst inklusive eigenem Mobilgerät unter der Marke iPhone. Allerdings wurde von Comwave Telecom der Markenschutz in Kanada erst 2005 beantragt, aber das Canadian Intellectual Property Office (CIPO) hat bislang die Rechte an „iPhone“ noch nicht vergeben.
Bereits 1996 brachte die Firma Infogear Technology ein Tischtelefon mit E-Mail-Client unter dem Namen iPhone heraus und ließ dies markenrechtlich schützen.Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 von Cisco Systems aufgekauft; damit ging auch das Markenrecht an „iPhone“ in den USA auf Cisco über. Im Dezember 2006 gab dann Ciscos Tochterfirma Linksys die Markteinführung einer Produktfamilie von VoIP-Telefonen unter der Bezeichnung iPhone bekannt. Am 9. Januar 2007 teilte Cisco Systems mit, dass man sich mit Apple in Verhandlungen bezüglich der Markenrechte befinde und dass eine baldige Einigung zu erwarten sei. Nach einer Markenrechtsklage Ciscos gegen Apple vom 10. Januar 2007 [20] erzielten Cisco und Apple am 22. Februar 2007 nach außergerichtlichen Verhandlungen eine Einigung, die vorsieht, dass beide Unternehmen den Markennamen weltweit nutzen dürfen.[21] Im Gegenzug wird geprüft, ob eine Interoperabilität beider Firmen in den Bereichen Sicherheit sowie Kommunikation für Verbraucher und Geschäftskunden möglich ist.[22][23]

Bedienung

Das iPhone ist mit einem Touchscreen mit einer Abdeckung aus optischem Glas ausgestattet, den Apple als Multi-Touch bezeichnet und der theoretisch bis zu zwölf Berührungsimpulse gleichzeitig verarbeiten kann. Das iPhone verfügt lediglich über vier physische Bedienungselemente: Einen sogenannten Home-Button auf der Vorderseite sowie seitlich einen Lautstärkeregler, eine Klingelton- und eine Sleep-Taste. Es kann wahlweise eine Ziffern- oder Buchstaben-Tastatur auf dem Bildschirm vom Hauptmenü des Betriebssystems aus aufgerufen werden.

Sensoren

Das iPhone hat außerdem drei Sensoren, mit denen das Gerät automatisch die Eingabefunktion sowie die Bildschirmbeleuchtung ausschaltet, wenn es an das Ohr gehalten wird. Die Anzeige wird ferner automatisch umgestellt, wenn das Gerät vertikal oder horizontal gehalten wird oder die Lichtverhältnisse in der Umgebung eine Anpassung der Bildschirmhelligkeit erforderlich machen.

Mobilfunk und Vernetzung

Die Telefonie erfolgt über GSM und Daten können per EDGE empfangen werden. Das Gerät ist ein sogenanntes Quadband-Telefon und unterstützt die Frequenzen 850, 900, 1800 und 1900 MHz. Des Weiteren kann es sich per WLAN (802.11b/g) oder Bluetooth verbinden. Da sich das iPhone nicht an den Bluetooth-Standard Advanced Audio Distribution Profile (A2DP) hält, ist eine Zusammenarbeit mit entsprechenden Bluetooth-Stereo-Geräten wie Kopfhörern und Autoradioschnittstellen anderer Hersteller nicht möglich.[25] Das iPhone unterstützt keinen Breitbandzugang per UMTS oder HSDPA. Auch die für die Markteinführung im November 2007 vorgesehene Europa-Version verfügt nicht über UMTS. Aufgrund der im Vergleich zu den USA noch schlechten Netzabdeckung mit dem Übertragungsstandard EDGE werden die Kunden vielfach auf GPRS zurückgreifen müssen.[26] T-Mobile kündigte allerdings an, „bis Ende 2007... EDGE im gesamten GSM-Netz an(zu)bieten

Anrufbeantworter

Mit „Visual Voicemail“ können aufgesprochene Nachrichten übersichtlich in einer Liste angezeigt werden. Das Anrufen des Anrufbeantworters entfällt so. Die Mobilfunkanbieter müssen für diesen Dienst Server mit Apple-Software betreiben

Digitalkamera

Das Gerät verfügt über eine Zwei-Megapixel-Digitalkamera, deren Linsenöffnung in der Rückwand des Mobiltelefons ausgespart ist und die nur Einzelbilder aufnehmen kann.

Datenspeicher

Bei dem Speicher des iPhone handelt es sich um vier beziehungsweise acht GB großen NAND-Flash-Speicher. Ein Erweiterungsslot für Speicherkarten ist nicht vorhanden. Die Größe des Arbeitsspeichers (RAM) ist 128 MB DRAM.

Energiespeicher

Die Akkukapazität des Lithium-Polymer-Akku genügt laut Hersteller für Telefongespräche von bis zu acht Stunden, sowie sieben Stunden für Videofunktionen und sechs Stunden Surfen im Internet. Sie solle ferner ausreichen, um mit dem iPhone bis zu 24 Stunden Musik hören zu können. Die Akkukapazität im Standby-Modus betrage 250 Stunden.[29] Nach ersten Tests beträgt die Sprechzeit etwa fünf Stunden, Musik kann man knapp zehn Stunden lang hören und bei Internetnutzung entlädt sich der Akku in etwas mehr als drei Stunden.[30] Der eingebaute Akku kann vom Anwender nicht selbst ausgetauscht werden.[31] Apple selbst bietet den Wechsel für rund 86 US-Dollar (inklusive Versandkosten) innerhalb von drei Werktagen an; ein Verfahren, das von Verbraucherschützern scharf kritisiert wird.

Anschlüsse

Das iPhone verfügt über eine 30-polige Anschlussbuchse Dock-Connector, die physikalisch identisch mit der der iPods ist. Allerdings sind interne Änderungen vorgenommen worden, da zur Zeit nicht alle für iPods erhältlichen Zubehöre funktionieren. Ob diese Änderungen in der Anschlussbelegung oder in den verwendeten Übertragungsprotokollen liegen, ist derzeit (September 2007) nicht öffentlich bekannt. Auch ist nicht bekannt, ob einer der bisher beim iPod freien Kontakte des Dock-Connectors zum Anschluss einer externen Antenne dienen kann. Das iPhone verfügt nicht über einen speziellen Antennenanschluss. Auf der Oberseite des iPhone ist eine 3,5-mm-Klinkenbuchse mit vier Kontakten (Stereoübertragung plus Zusatzleitung) untergebracht, in die Kopfhörer und Headsets eingesteckt werden können.

Betriebssystem

Als Betriebssystem dient ein angepasstes Mac OS X auf Flash-Speicher (laut New York Times 700 MB groß) ähnlich der Version für Macs, allerdings fällt der Funktionsumfang geringer aus.[32] Der Betriebssystemkern (Kernel) der Version 1.0 identifiziert sich als Darwin 9.0.0d1, was gemäß der von Apple seit Mac OS X 10.1 verwendeten Namenskonvention einer Mac-OS-X-Betriebssystemversion 10.5 entsprechen würde. Die aktuelle Versionsnummer des Betriebssystems für Apple-Computer ist jedoch 10.4.10, so dass man annehmen kann, dass im iPhone bereits der Kernel der künftigen OS-X-Version 10.5 verwendet wird.

Versionen:

* 1.0: herausgegeben mit der Veröffentlichung am 29. Juni 2007
* 1.0.1: Update mit fünf sicherheitsrelevanten Änderungen, erschienen am 30. Juli 2007 [33]
* 1.1.1: erschienen am 27. September 2007; Direktzugriff auf iTunes Wi-Fi Music Store; erweiterte Funktionen der Home-Taste, Ausgabe auf TV-Gerät aktiviert, Sicherheitslücken geschlossen, Querformat für Mail

Kritik

Sicherheit

Schon kurz nach dem Verkaufsstart wurden zahlreiche Sicherheitslücken in der Software des iPhone entdeckt. Zwei Passwörter, mit denen zentrale Funktionen des iPhone gesichert sind, wurden ebenfalls schnell entschlüsselt. Das Passwort dottie erlaubt es zum Beispiel, Programme mit Root-Rechten zu starten; alpine ist ein weiteres entschlüsseltes Passwort.[42]

Sicherheitsexperten entdeckten zu Beginn beim iPhone eine schwerwiegende Sicherheitslücke. Durch sie konnten persönliche Daten des Besitzers ausgespäht werden, etwa Telefonnummern.[43] Das Software-Update 1.0.1 am 30. Juli 2007 behob dieses Problem offenbar.[44]

Technische Probleme

Im August 2007 wurde bekannt, dass bei einigen Geräten größere Bereiche des Touchscreens ausfallen und somit die Bedienbarkeit eingeschränkt ist. Apple tauscht die betroffenen Geräte aus und übernimmt auf Kulanz teilweise die Kosten für ein Leihgerät.[45]

Design

LG Electronics wirft Apple vor, das Design des iPhone vom Prada phone by LG kopiert zu haben. Dieses Mobiltelefon – ebenfalls mit Touchscreen und stiftloser Bedienung – wurde bereits im September 2006, rund vier Monate vor der ersten Präsentation des iPhone, vorgestellt und sein Design ausgezeichnet. Woo-Young Kwak, Leiter des LG Mobile Handset R&D Center, sagte 2007 auf einer Pressekonferenz: „We consider that Apple copied Prada phone after the design was unveiled when it was presented in the iF Design Award and won the prize in September 2006“. [46]

SIM-Lock

Das iPhone wird zur Zeit in den USA ausschließlich mit einem SIM-Lock verkauft. Es kann dadurch nur mit der bereits ab Werk mitgelieferten SIM-Karte des Mobilfunk-Betreibers AT&T verwendet werden. Ein Vertrag mit AT&T ist auch erforderlich für die Aktivierung der Funktionen des iPhones, die nicht in Zusammenhang mit der Telefon-Funktion stehen, etwa iPod, WLAN und Digitalkamera. Es wird erwartet, dass Apple auch in Europa die Nutzung des iPhones auf das Funknetz nur jeweils eines Anbieters pro Land beschränken wird. Apple verhandelt zur Zeit mit den Mobilfunk-Anbietern in Europa über solche exklusiven Verträge.[47].

Am 3. Juli 2007 beschrieb der norwegische CSS- und mehrfache iTunes-DRM-Knacker Jon Lech Johansen in seinem Blog[48], wie man die Funktionen des iPhones auch ohne AT&T-Vertrag nutzen kann.[49]

Am 14. August 2007 berichtete der weltweit populäre Technik-Blog Gizmodo[50], dass sich das iPhone mit Hilfe einer so genannten Turbo-SIM-Karte auch in anderen GSM-Netzen betreiben lasse.[51] Am 6. September veröffentlichte die Webseite des APC Magazine (ehemals Australian Personal Computer Magazine)[52] eine Zehn-Schritte-Anleitung zur Nutzung des iPhones in weltweit allen GSM-Netzen mit Hilfe einer Turbo-SIM-Karte.[53]

Am 23. August 2007 gelang es dem US-Amerikaner George Hotz, ohne den Umweg über eine Turbo-SIM-Karte die Beschränkung der Nutzung seines iPhones auf das AT&T-Netz aufzuheben. In seinem Blog beschrieb er dazu ein Verfahren, das komplizierte Eingriffe in die Hardware erfordert.[54] Danach war es ihm möglich, sein iPhone im US-Netz von T-Mobile anzumelden.[55]

Am 11. September gelang dem iPhone Dev Team die Programmierung einer Software-Netlock-Entsperrung für das iPhone, die anschließend frei im Internet zur Verfügung gestellt wurde. Damit war das iPhone weltweit in allen GSM-Netzen auch für iPhone-Besitzer nutzbar, die den technischen Aufwand bislang verfügbarer komplizierter Hacks gescheut haben.[56][57]

Seit erscheinen der Firmware-Version 1.1.1 am 27. September berichteten Besitzer von SIM-Lock-entsperrten Geräten nach einem Firmware-Update über massive Probleme. Offenbar setzte das Update die Entsperrungen zurück und teilweise auch das gesamte iPhone außer Betrieb.[58] Wird jedoch vom Nutzer auf das Firmware-Update verzichtet, funktioniert der Unlock weiter einwandfrei bei Geräten mit Firmware 1.0.2

Besitzer eines neueren iPhones mit Firmware-Version 1.1.1 können mit Hilfe der auf zahlreichen Webseiten publizierten Anleitungen die Firmware wieder auf Version 1.0.2 zurücksetzen. Danach läßt sich das Handy mit Hilfe einer Turbo-SIM-Karte wieder in allen GSM-Netzen betreiben. Der Software-Unlock des iPhone Dev Teams funktioniert jedoch auch nach einem Firmware-Downgrade nicht, da es bislang nicht möglich ist ebenfalls die Baseband-Software, die im iPhone für den Mobilfunk im GSM-Netz zuständig ist, zurückzusetzen

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